foto1-masseria
foto2-resort

S
o
n
d
e
r
-
a
n
g
e
b
o
t
e
Info

Geschichte

Die Masseria Pagani entsteht im 16. Jahrhundert als bewohnbarer und produktiver Bau auf dem Land von Nardò. Der bäuerliche Komplex des 18. Jahrhunderts, der sich ursprünglich über 120 Hektar verbreitete, entfaltet sich über Höfe, Gärten, die kleine Kappelle, den Ofen (wo man noch heute das Gefühl hat den Geruch des typischen Brotes in Radform, der Brezel und Kekse zu riechen), die Kelterwanne (wo die Trauben gepresst wurden und der Prozess der Weinherstellung in den großen in Stein ausgehobenen Wannen begann), das Warenlager (wo einst die Verarbeitung und Lagerung von Käse stattfand), die Ställe, die Laube, die Heuscheune, den Taubenschlag (Unterkunft der Tauben, die als Brieftauben und zur Produktion von Guano, einem hervorragenden Düngemittel, genutzt wurden) und die Umzäunung mit typischen Trockenmauern, wovon einige mit einer Wolfsabwehr ausgestattet sind. Dieser Komplex kreist um den antiken Kern (16. Jh.), der mit einer externen, aus einer einzelnen Stiegenrampe bestehenden, Treppe zur befestigten Terrasse führt (einst letzter Zufluchtsort um Räubern und Sarazenen zu entkommen), betont durch Umrahmungen mit Lisenen und zwei Verteidigungsschleusen, die sich in Anhöhe der Eingangstore befinden.

Eindrucksvolle Residenz der Pagano, Fürsten von Avetrana, wurde sie zum Wohnsitz des Grafen De Noha, dem persönlichen Kammerherrn des Papstes. Im 19. Jahrhundert ging der Besitz auf den bedeutenden Hals-Nasen-Ohrenarzt Dr. Pietro Villani über, Pate von Don Francesco Conversano (anschließend dessen Vertrauensperson), welcher den Besitz in den 50ger Jahren erwarb. Ein großer Freund des Villani war der berühmte Tenor Tito Schipa der jedes Jahr zu Gast war um dort seine Ferien zu verbringen. Während des Zweiten Weltkrieges, haben tausende von Juden, die den Razzien der Nazis entkommen waren, in der Masseria (sowie in anderen Unterkünften von Nardò, Santa Caterina und Santa Maria al Bagno) Zuflucht gefunden,  Grund weswegen die Stadt Nardò im Jahr 2005 vom Präsidenten Ciampi  mit der Goldmedaille für Zivile Verdienste ausgezeichnet wurde.